Ein bisschen Geschichte

Im Leinebergland gibt es eine interessante Tradition - die Trüffeljagd. 
Menschen, die sich dieser Suche widmen, werden als "Trüffeljäger" bezeichnet. 
Diese Jagd hat eine lange Geschichte. Bereits im Altertum wussten die Griechen und Römer die unterirdischen Pilze zu schätzen, weil sie als Aphrodisiakum galten. 
Im Mittelalter waren Trüffeln vor allem in Italien und Südfrankreich begehrt.
Die Trüffeljagd kam erst 1720 nach Deutschland, als König August II. von Polen zehn Hunde aus Italien kaufte. 
Ein besonderer Moment für das Leinebergland war 1727, als ein Italiener namens Fenoglio in den Kalkbergen nach Trüffeln suchte. Von da an wurde die Trüffeljagd zu einer Besonderheit der Region. 1866 war ein besonders erfolgreiches Jahr für die Trüffeljagd in der Umgebung von Alfeld. Die Oberförsterei dort verdiente allein durch die Trüffeljagd 1.100 Mark.
Die hohen Einnahmen führten dazu, dass 1910 zwischen Alfeld und Everode versuchsweise Trüffeln angebaut wurden, obwohl das damals als schwierig galt. Die Kenntnisse über die Trüffeljagd wurden von der Alfelder Region nach Dassel gebracht. Ein Mann namens Konrad Lehmensiek brachte 1885 einen Trüffelhund nach Dassel. Während in anderen Ländern Bären oder Schweine für die Trüffelsuche eingesetzt wurden, vertraute man in Deutschland auf Hunde. Besonders ungarische Hirtenhunde wurden für ihre Fähigkeiten geschätzt, Trüffel aufzuspüren. Lehmensieks Hund war auch so ein geschickter Trüffeljäger. Als er 1885 nach Dassel kam, brachte er nicht nur seine Liebe, sondern auch die faszinierende Tradition der Trüffeljagd in den Solling mit. 

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"Trüffeljäger"

 
Die Trüffeljagd kam erst 1720 nach Deutschland, als König August II. von Polen zehn Hunde aus Italien kaufte. Ein besonderer Moment für das Leinebergland war 1727, als ein Italiener namens Fenoglio in den Osnabrücker Kalkbergen nach Trüffeln suchte. Von da an wurde die Trüffeljagd zu einer Besonderheit der Region. 1866 war ein besonders erfolgreiches Jahr für die Trüffeljagd in der Umgebung von Alfeld. Die Oberförsterei dort verdiente allein durch die Trüffeljagd 1.100 Mark.
Die hohen Einnahmen führten dazu, dass 1910 zwischen Alfeld und Everode versuchsweise Trüffeln angebaut wurden, obwohl das damals als schwierig galt. Die Kenntnisse über die Trüffeljagd wurden von der Alfelder Region nach Dassel gebracht. Ein Mann namens Konrad Lehmensiek brachte 1885 einen Trüffelhund nach Dassel. Während in anderen Ländern Bären oder Schweine für die Trüffelsuche eingesetzt wurden, vertraute man in Deutschland auf Hunde. Besonders ungarische Hirtenhunde wurden für ihre Fähigkeiten geschätzt, Trüffel aufzuspüren. Lehmensieks Hund war auch so ein geschickter Trüffeljäger. Als er 1885 nach Dassel kam, brachte er nicht nur seine Liebe, sondern auch die faszinierende Tradition der Trüffeljagd in den Solling mit.